Melanie
I am my own Muse
Die Serie „Melanie“ ist eine visuelle Autobiografie, die die Essenz meines Daseins einfängt und die tiefen Beweggründe meiner Kunst offenbart. Hier geht es um weit mehr als nur dekorative Elemente, Kunst ist für mich ein kraftvolles Werkzeug des Wandels, das transformative Potenziale in sich trägt. Durch die Verschmelzung von Bildern und Skulpturen, einschließlich Skulpturen meines Körpers und Selbstporträts, schaffe ich eine direkte Verbindung zwischen dem Zuschauer und meiner inneren Welt, die viele Facetten umfasst.
Jedes Werk in dieser Serie ist ein tiefgreifender Ausdruck meiner selbst, in dem Teile meines Körpers in den kreativen Schaffensprozess integriert sind. Diese körperliche Einbindung verstärkt die Intensität meiner Vision von Kunst und lässt die Betrachter nicht nur sehen, sondern auch fühlen, was durch meine Hände und Gedanken entstanden ist. Mit meiner Kunst setze ich ein starkes Denkmal gegen sexuellen Kindesmissbrauch und möchte somit aufmerksam machen auf die Auswirkungen, die derartige Erfahrungen auf das Leben der Betroffenen haben.
„Melanie“ transformiert die persönliche und kollektive Erfahrung in greifbare Kunst, die Emotionen anspricht und Raum für Dialog schafft. Sie führt die Menschen auf eine Reise, auf der sie eingeladen werden, sich mit schmerzhaften Wahrheiten auseinanderzusetzen. Indem ich diese Themen anspreche, hoffe ich, das Bewusstsein zu schärfen und einen Dialog über Heilung und Gerechtigkeit zu eröffnen, für eine bessere Zukunft, die auf Mitgefühl und Menschlichkeit basiert.
Zischen den Welten
Ich möchte mit diesem Werk einen klaren Auftakt zu meiner Serie "Melanie" setzen: Zwischen den Welten vereine ich Malerei und Skulptur zu einem doppelseitigen Gesamtkunstwerk, das sowohl meine künstlerische Absicht als auch mein persönliches Bekenntnis sichtbar macht.
Mein Anliegen ist klar: Dieses Werk soll Betroffenen eine weitere Stimme geben, Aufmerksamkeit erzeugen und nachhaltige Gespräche anstoßen.
Es ist der Beginn einer Serie, die weiterführt, was hier beginnt, sichtbare Kunst als Versprechen, als Mahnung und als Einladung zur Veränderung.



In Zwischen den Welten verbinde ich malerische Flächen und dreidimensionale Elemente zu einem erzählerischen Ganzen.
Auf der Vorderseite entfaltet sich eine übersättigte, punktierte Erde: Farben und Punkte stehen für die Lautstärke und Ablenkung der öffentlichen Sphäre. Unten, in der Weite der Dunkelheit, kniet ein Kind im hellen Licht und hält sich die Augen zu, ein Bild für Hilferufe, die in der bunten Oberfläche der Gesellschaft untergehen. Das Licht ist meine Intervention: ich hole Erlebnisse, Stimmen und Botschaften mit meiner Kunst aus der Dunkelheit und mache sie sichtbar.
Zwischen den Welten
1
Erstellungsjahr: 2025
Technik: Acryl auf Leinwand
Kunstwerkgröße: 35 x 35
Aufgenommen in die Kunstsammlung des Colelouzos Family Art Museums in Athen für das 35 x 35 Art Projekt Germany


Die Rückseite kontrastiert dies bewusst: reduzierte Schwarzweiß-Tonalität, in die sich ein partieller Abdruck meines Gesichts einfügt. Diese Gegenfläche ist mein persönliches Statement und mein Bekenntnis, meine Kunst zu erheben und Verantwortung zu übernehmen. Die doppelseitige Anlage des Werks beschreibt meine Bewegung zwischen zwei Zuständen, Öffentlichkeit und Verdrängung, Sichtbarkeit und Schweigen und formuliert eine klare Forderung: Wegsehen und Schweigen haben jetzt ein Ende, ich bringe Licht in die Dunkelheit.
Zwischen den Welten
2
Erstellungsjahr: 2025
Technik: Mixed Media, Acryl auf Leinwand
Kunstwerkgröße: 35 x 35
Aufgenommen in die Kunstsammlung des Colelouzos Family Art Museums in Athen für das 35 x 35 Art Projekt Germany




Direkt aus meinem Herzen geschaffen, symbolisch, ehrlich und verletzlich. Ich gieße Teile meines Körpers in Gips, weil körperliche Spuren meine Erinnerungen und mein Engagement greifbar machen. Das schwarze Holz und die dunkle Farbe drücken die Last und das Schweigen aus, das Betroffene oft umgibt, das gebrochene Herz ist mein eigenes Leid und gleichzeitig Stellvertreter für alle, die verletzt wurden. Die goldenen Ränder stehen für die Tränen der vom sexuellen Kindesmissbrauch Betroffenen, ich setze dieses Gold als Zeichen der Anerkennung ihres Schmerzes und ihrer Würde. In Weiß zeichne ich den Puls meines Herzens, denn aus diesem Puls entspringt meine Kraft: meine gegossenen dreidimensionalen Hände, die eine Lichtkugel halten, symbolisiert das Licht, das ich mit meiner Kunst in die Schatten bringe. Unter den Händen gehen Kinder Hand in Hand, ein Bild von Schutz, Solidarität und der Hoffnung, ihr eigenes Licht wiederzufinden.
Puls des Herzens
Erstellungsjahr: 2026
Technik: Assemblage, Acryl auf Holz
Kunstwerkgröße: 70 x 50 x 22

